Feldfutter und Dauergründland auf höchstem NiveauUm hohe Leistungen in der Milchviehhaltung zu erzielen und gute Werte bei der Rindermast zu erreichen, ist es wichtig, Grundfutter von höchster Qualität und Energiedichte zu Verfügung zu stellen. Milchleistung, Lebendgewicht und Laktationsstadium bestimmen den Erhaltungs- und Leistungsbedarf von Rindern. Die Zunahme der Energiedichte im Grundfutter steigert den Futterverzehr und die Energieversorgung. Hohe Grundfutterleistungen sind aber nur durch den Einsatz
hochwertiger Qualitätsmischungen zu erreichen. Ziel ist es, ein
stabiles Verhältnis von Gräsern, Kräutern und Leguminosen
herzustellen. Futterprofi und Grünlandprofi sorgen für eine hohe Grundfutterqualität. Die tägliche Futteraufnahme steigt und führt zu höheren Milchleistungen. Kühe, die mit Futter aus Qualitätsmischungen gefüttert werden, können somit einen deutlich höheren Anteil Milch aus dem Grundfutter erzeugen! Grünlandintensivierung = Stallintensivierungoptimaler Schnittzeitpunkt
Intensivierung auf dem Grünland = Intensivierung der ViehhaltungDiese Qualitätsmischungen werden nach den Auflagen
des Mischungsrahmens „Saatgut Österreich“ hergestellt.
Genaue Bestandesführung, sachgerechte Düngung und Unkratmanagement in Kombination mit hochwertigem Saatgut sind entscheidend für den Betriebserfolg. Hochwertige Weiden und Wiesen bilden die Grundlage von Milch- und Fleischprodukten, von denen der Konsument höchste Qualität erwartet.
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Die auf den Sackanhängern angeführten Saatstärken sind ausreichend dimensioniert. Nur bei widrigen Bodenverhältnissen und ungünstigen Klimabedingungen ist eine Erhöhung der Saatstärke überlegenswert. Es empfiehlt sich, vor der Aussaat eine Abdrehprobe durchzuführen und das Saatgut im Säkasten nochmals durchzumischen.
Gut erwärmte, abgesetzte Böden bilden die Ausgangsbasis für rasche Jugendentwicklung. Keinesfalls sollten die Samen in den noch zu feuchten Boden „geschmiert“ werden. In trockenen Regionen kann die im Boden gespeicherte Winterfeuchtigkeit zum Anwachsen genutzt werden.
Es empfiehlt sich möglichst rasches Ausbringen nach der Hauptfruchternte, um noch energiereiche Aufwüchse zu erhalten. Mischungen mit hohem Kleeanteil sollten bis spätestens Ende August ausgesät werden.
Die Schnitthöhe im ersten Jahr anheben, um die Bestockungsfähigkeit zu fördern und Assimilationsfläche für den Wiederaustrieb zu gewinnen. Verlegt man die Schnitte zeitlich nach vor, steht für den Wiederaustrieb noch mehr Wasser im Boden zur Verfügung. Sollten nach der Einsaat viele Ackerunkräuter auflaufen, so ist ab einer Bestandeshöhe von 15 cm ein Säuberungsschnitt durchzuführen. Ampfer findet optimale Voraussetzungen auf offenen Böden. Daher sind die Keimlinge und Triebe sofort zu beseitigen.
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Die Düngung der Grünlandbestände erfolgt
im Allgemeinen über die hofeigenen Wirtschaftsdünger. Dabei
sind die Cross Complience Richtlinien zu beachten.
Um die Leguminosen zu schonen, sollte im Anbaujahr nicht mit Jauche
oder Gülle gedüngt werden. Die Wirtschaftsdünger sollten
in kleinen und häufigeren Graben (jeweils nach dem Schnitt) verabreicht
und gut über die Fläche verteilt werden. Organischer Stickstoff
(Kompost, Festmist) sollte vor allem auf leichten Böden sowie kleereichen
Beständen verwendet werden.
Auf tiefgründigen und gräserbetonten Beständen kann Gülle
und Jauche eingesetzt werden.
Die Ausbringung von mineralischem Dünger ist auf intensiv genutzten,
gräserbetonten Feldfutterbeständen zu überlegen. Auf
Dauerweiden und Dauerwiesen sollte mineralischer Stickstoff in kleinen
Gaben nach Trockenperioden oder als Starthilfe angeboten werden. Liegt
Kalium- oder Phosphormangel vor, kann dieser durch die im Handel befindlichen
Mineraldünger ausgeglichen werden.
Auf sauren und intensiv genutzten Standorten ist eine gelegentliche
Kalkgabe vorteilhaft, Bodengefüge und Ertragspotenzial werden dadurch
verbessert. Auch die Keimfähigkeit von Klee wird durch Aufkalken
erhöht.
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Die Nutzung der Wiesen sollte spätestens zum Zeitpunkt
Ähren-/Rispenschieben erfolgen, hier kann das beste Verhältnis
von Energiedichte und Ertrag erzielt werden. Die rechtzeitige Mahd bringt
Qualitätsfutter und hält das Pflanzenverhältnis in den
Beständen aufrecht. Ein Mähaufbereiter kann unter Umständen
einen Zettdurchgang sparen und sorgt für raschere Trocknung und
geringere Bröckelverluste.
Die optimale Schnitthöhe liegt zwischen 7-8 cm, Schnitthöhe
darunter fördern Bestandeslücken und Unkräuter.
Die Weidereife ist ab einer Wuchshöhe von 15 cm erreicht. Eine gute Weideführung (Portionsweide, Koppelweide…) hält die Grasnarbe dicht und liefert gute Futterqualität.
Bei verfilzten oder vermoosten Bodenoberflächen
im Frühjahr empfiehlt sich der Einsatz von Striegel oder Egge.
Auch Erdhaufen oder Mistrückstände sollten abgeschleppt werden,
Futterqualität und Tiergesundheit werden durch Futterverschmutzung
beeinträchtigt. Um die Grasnarbe nicht zu beschädigen, sollten
Geräte nicht zu tief eingestellt sein. Entstehen dennoch Bestandeslücken,
ist eine Nachsaat empfehlenswert.
Grünland sollte nie ungemäht überwintern, als ideal erweist
sich eine Wuchshöhe von ~10 cm. Eine selektive Unkrautbekämpfung
schont Gräser und Klee. Diese kann mechanisch (ausreißen,
ausstechen, striegeln) oder chemisch durchgeführt werden.
Die Qualität des Grundfutters beeinflusst die Wirtschaftlichkeit der tierischen Produktion entscheidend. Nachhaltige erfolgreiche Futtergewinnung erfordert daher perfektes Grünlandmanagement. Die Wahl der richtigen Mischung ist dabei der erste Schritt zum Erfolg.