Feldfutter und Dauergründland auf höchstem Niveau

Um hohe Leistungen in der Milchviehhaltung zu erzielen und gute Werte bei der Rindermast zu erreichen, ist es wichtig, Grundfutter von höchster Qualität und Energiedichte zu Verfügung zu stellen.

Milchleistung, Lebendgewicht und Laktationsstadium bestimmen den Erhaltungs- und Leistungsbedarf von Rindern. Die Zunahme der Energiedichte im Grundfutter steigert den Futterverzehr und die Energieversorgung.

Hohe Grundfutterleistungen sind aber nur durch den Einsatz hochwertiger Qualitätsmischungen zu erreichen. Ziel ist es, ein stabiles Verhältnis von Gräsern, Kräutern und Leguminosen herzustellen.
Um dieses Verhältnis zu sichern, bietet die Saatbau Linz die Qualitätssaatgutmischungen „Futterprofi“ und „Grünlandprofi“ an.

Futterprofi und Grünlandprofi sorgen für eine hohe Grundfutterqualität. Die tägliche Futteraufnahme steigt und führt zu höheren Milchleistungen. Kühe, die mit Futter aus Qualitätsmischungen gefüttert werden, können somit einen deutlich höheren Anteil Milch aus dem Grundfutter erzeugen!

Grünlandintensivierung = Stallintensivierung

optimaler Schnittzeitpunkt

  • mehr Energie
  • mehr Eiweiß
  • höherer Gesamtertrag

Intensivierung auf dem Grünland = Intensivierung der Viehhaltung

Diese Qualitätsmischungen werden nach den Auflagen des Mischungsrahmens „Saatgut Österreich“ hergestellt.
Die Komponenten der Mischungen werden nach den strengen Kriterien der österreichischen Sortenliste, des Bundessortenamtes und der ÖAG ausgewählt. Durch die Abstimmung von Ausdauer, Winterfestigkeit, Gesundheit und Schmackhaftigkeit wird eine hohe Grundfutterverwertung gewährleistet.

Genaue Bestandesführung, sachgerechte Düngung und Unkratmanagement in Kombination mit hochwertigem Saatgut sind entscheidend für den Betriebserfolg.

Hochwertige Weiden und Wiesen bilden die Grundlage von Milch- und Fleischprodukten, von denen der Konsument höchste Qualität erwartet.

 

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Hinweise zur Gründlandbewirtschaftung

Qualitätssaatgutmischungen liefern beste Grundfutterqualität mit hoher Energiedichte. Diese kann aber nur durch angepasste Plage und Bestandesführung erreicht werden.

Planen Sie den Einsatz von Dauergrünland- und Feldfuttersaatgut ebenso mit Sorgfalt wie jenen bei Marktfruchtkulturen. Dieser Einsatz beeinflusst letztendlich das Betriebsergebnis. Kären Sie daher vor dem Kauf einer Mischung folgende Punkte ab:

  • Wie soll die Fläche künftig genutzt werden?
  • Wie hoch ist der Saatgutbedarf?
  • Wie wird meine Düngung erfolgen?
  • Wie viele Jahre wird die Fläche genutzt?

 

Nachfolgend sind die wichtigsten Punkte zur erfolgreichen Feldfutter- und Grünlandwirtschaft angeführt.

Über- und Nachsaat (umbruchlos):

Die Nachsaat sollte periodisch als Standardmaßnahme – auch in guten Beständen – durchgeführt werden. Bei lückigem Bestand oder verletzter Narbe sowie bei Fehlentwicklungen des Pflanzenbestandes soll rechtzeitig nachgesät werden. Nachsaaten werden bevorzugt im Frühjahr entweder als Über- oder als Nachsaat durchgeführt. Mit der Nachsaat wird eine genauere Verteilung erreicht, jedoch ist dir dafür benötigte Maschinenausstattung auf Grünlandbetrieben nicht immer anzutreffen.
Die Übersaat ist nur dann sinnvoll, wenn wertvolle Gräser und Kräuter noch den Großteil des Bestandes bilden. Die Ausbringung erfolgt über Düngerstreuer, Güllefass oder Saatgutkasten auf
Pflegegeräten wie Striegel oder Schleppe.
Ein frühzeitiger Schnitt oder Beweidung des Folgeaufwuchses und eine mäßige Düngung schafft optimale Auflaufbedingungen für die Neuansaat. Um sichere Erfolge zu erzielen, kann die Übersaat auch in 2 Schritten erfolgen (Vegetationsbeginn/ August). Nach der Saat empfiehlt sich ein Anwalzen, um Bodenschluss herzustellen.

Neuansaat (nach Umbruch):

Unkräuter und Ungräser verdrängen vielfach die erwünschten Gräser. Bei zu hohem Auftreten kann keine Saat Nachsaat mehr erfolgen, eine Neuansaat wird erforderlich.
Klee- und Gräsersämereien benötigen aufgrund ihrer geringen Größe ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbeet mit gutem Bodenschluss. Nach der Grundbodenbearbeitung mit Pflug oder Fräse stehen folgende Anbauverfahren zur Verfügung:

Drillsaat

Besonders geeignet für trockene Lagen. Die Grassamen sind Lichtkeimer, daher ist eine zu tiefe Ablage unerwünscht. (Optimum: 0,5-1 cm)

Breitsaat

Ist die Fläche gut mit Wasser versorgt oder fallen ausreichende Niederschlagsmengen, so erweist sich die Breitsaat vorteilhafter, da die konkurrenzschwächeren Arten begünstigt werden. Die Bestände schließen schneller und sind somit auch besser und früher bearbeitbar.

 

Saatmenge

Die auf den Sackanhängern angeführten Saatstärken sind ausreichend dimensioniert. Nur bei widrigen Bodenverhältnissen und ungünstigen Klimabedingungen ist eine Erhöhung der Saatstärke überlegenswert. Es empfiehlt sich, vor der Aussaat eine Abdrehprobe durchzuführen und das Saatgut im Säkasten nochmals durchzumischen.

Saatzeit

Frühjahr

Gut erwärmte, abgesetzte Böden bilden die Ausgangsbasis für rasche Jugendentwicklung. Keinesfalls sollten die Samen in den noch zu feuchten Boden „geschmiert“ werden. In trockenen Regionen kann die im Boden gespeicherte Winterfeuchtigkeit zum Anwachsen genutzt werden.

Sommer

Es empfiehlt sich möglichst rasches Ausbringen nach der Hauptfruchternte, um noch energiereiche Aufwüchse zu erhalten. Mischungen mit hohem Kleeanteil sollten bis spätestens Ende August ausgesät werden.

Schnitt

Die Schnitthöhe im ersten Jahr anheben, um die Bestockungsfähigkeit zu fördern und Assimilationsfläche für den Wiederaustrieb zu gewinnen. Verlegt man die Schnitte zeitlich nach vor, steht für den Wiederaustrieb noch mehr Wasser im Boden zur Verfügung. Sollten nach der Einsaat viele Ackerunkräuter auflaufen, so ist ab einer Bestandeshöhe von 15 cm ein Säuberungsschnitt durchzuführen. Ampfer findet optimale Voraussetzungen auf offenen Böden. Daher sind die Keimlinge und Triebe sofort zu beseitigen.

 

Düngung

Die Düngung der Grünlandbestände erfolgt im Allgemeinen über die hofeigenen Wirtschaftsdünger. Dabei sind die Cross Complience Richtlinien zu beachten.
Um die Leguminosen zu schonen, sollte im Anbaujahr nicht mit Jauche oder Gülle gedüngt werden. Die Wirtschaftsdünger sollten in kleinen und häufigeren Graben (jeweils nach dem Schnitt) verabreicht und gut über die Fläche verteilt werden. Organischer Stickstoff (Kompost, Festmist) sollte vor allem auf leichten Böden sowie kleereichen Beständen verwendet werden.
Auf tiefgründigen und gräserbetonten Beständen kann Gülle und Jauche eingesetzt werden.
Die Ausbringung von mineralischem Dünger ist auf intensiv genutzten, gräserbetonten Feldfutterbeständen zu überlegen. Auf Dauerweiden und Dauerwiesen sollte mineralischer Stickstoff in kleinen Gaben nach Trockenperioden oder als Starthilfe angeboten werden. Liegt Kalium- oder Phosphormangel vor, kann dieser durch die im Handel befindlichen Mineraldünger ausgeglichen werden.
Auf sauren und intensiv genutzten Standorten ist eine gelegentliche Kalkgabe vorteilhaft, Bodengefüge und Ertragspotenzial werden dadurch verbessert. Auch die Keimfähigkeit von Klee wird durch Aufkalken erhöht.

 

Nutzung

Wiesennutzung

Die Nutzung der Wiesen sollte spätestens zum Zeitpunkt Ähren-/Rispenschieben erfolgen, hier kann das beste Verhältnis von Energiedichte und Ertrag erzielt werden. Die rechtzeitige Mahd bringt Qualitätsfutter und hält das Pflanzenverhältnis in den Beständen aufrecht. Ein Mähaufbereiter kann unter Umständen einen Zettdurchgang sparen und sorgt für raschere Trocknung und geringere Bröckelverluste.
Die optimale Schnitthöhe liegt zwischen 7-8 cm, Schnitthöhe darunter fördern Bestandeslücken und Unkräuter.

Weidennutzung

Die Weidereife ist ab einer Wuchshöhe von 15 cm erreicht. Eine gute Weideführung (Portionsweide, Koppelweide…) hält die Grasnarbe dicht und liefert gute Futterqualität.

Pflege

Bei verfilzten oder vermoosten Bodenoberflächen im Frühjahr empfiehlt sich der Einsatz von Striegel oder Egge. Auch Erdhaufen oder Mistrückstände sollten abgeschleppt werden, Futterqualität und Tiergesundheit werden durch Futterverschmutzung beeinträchtigt. Um die Grasnarbe nicht zu beschädigen, sollten Geräte nicht zu tief eingestellt sein. Entstehen dennoch Bestandeslücken, ist eine Nachsaat empfehlenswert.
Grünland sollte nie ungemäht überwintern, als ideal erweist sich eine Wuchshöhe von ~10 cm. Eine selektive Unkrautbekämpfung schont Gräser und Klee. Diese kann mechanisch (ausreißen, ausstechen, striegeln) oder chemisch durchgeführt werden.

Die Qualität des Grundfutters beeinflusst die Wirtschaftlichkeit der tierischen Produktion entscheidend. Nachhaltige erfolgreiche Futtergewinnung erfordert daher perfektes Grünlandmanagement. Die Wahl der richtigen Mischung ist dabei der erste Schritt zum Erfolg.

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